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 17. JH.
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KIRCHENBAU

Der Kirchenbau

Im Frühling 1618 begann der selbe tüchtige Baumeister Gregorius Büenckher mit dem Bau der Klosterkirche und kam mit rund 20 Werkleuten zügig voran, denn die Kirche sollte bis im Herbst fertig werden. Zu gleicher Zeit liess der französische Gesandte in seinem Haus bei der nördlichen Stadtmauer den Weinkeller vergrössern. Am 15. Juni mittags um eins stürzte zum Schrecken der ganzen Stadt dort die Stadtmauer ein. Nun mussten alle Bauarbeiter der Stadt und Umgebung an der Wiederherstellung der Stadtmauer arbeiten. So stand der bis auf Fensterhöhe aufgeführte Bau der Klosterkirche bis zum Frühjahr 1619 still. Als Entschädigung versprach der französische Ambassador den Schwestern, ihnen das Bild für den Hauptaltar zu stiften. Er gab dem geschickten Fribourger Maler Pierre Wuilleret den Auftrag.
Am 4. November 1619 war auch der Dachdecker mit seiner Arbeit am mächtigen Kirchendach fertig. Im Frühjahr 1620 wurde noch ein kleiner Turm mit Glocke aufgerichtet.

Weil der Bischof von Lausanne nicht allein wegen dieser Kirchweihe eine mehrtägige Reise unternehmen konnte, wurde sie Ende August 1620 provisorisch von Gregorius Pfau eingeweiht. Der französische Gesandte, Ratsherren und viel neugierige Gläubige füllten die gut 150 Menschen fassende Kirche. Am andern Tag wurden fünf junge Mädchen feierlich in den Orden aufgenommen, darunter Cäcilia Grim, die später als tüchtige Oberin das Kloster leitete und es mit Geduld, Geschick und Hartnäckigkeit aus finanziellen Schwierigkeiten herausführte. Reich wurde das Kloster aber nicht, besonders wegen der stark steigenden Lebenskosten während des Dreissigjährigen Krieges.