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SCHULE

Die Gründung der Schule für arme Mädchen

Als sich die Kriegsschauplätze aus der Schweiz nach Deutschland verlagerten, durften anfangs 1802 die Schwestern in ihr übel zugerichtetes Kloster zurückkehren, weil sie versprachen, eine unentgeltliche Schule für arme Mädchen zu führen. Werktags lernten 60-70 Mädchen lesen, schreiben, rechnen, stricken und nähen. Nach der Sonntagsmesse erhielten auch Frauen etwas Unterricht im Lesen und Rechnen. Bei den komplizierten, nicht dezimalen Mass-, Gewichts- und Geldeinteilungen war dies sehr nützlich.

Ein Dorn im Auge der liberalen Regierung war ab 1860 immer wieder die Klosterschule Namen Jesu. Die öffentlichen Schulen waren nun vom Staat finanziert. Wozu noch diese konservative Klosterschule! Doch manche Eltern legten Wert auf eine christliche Erziehung ihrer Töchter und für Mädchen aus der Nachbargemeinde Rüttenen war der Weg in die Klosterschule wesentlich kürzer. Die Nonnen begriffen, dass selbst in konservativen Kreisen ihnen allein die Schule eine Existenzberechtigung gab. Darum nahmen sie und ihre motivierten Katecheten die Kritik der liberalen Schulbehörde positiv auf und verbesserten vor allem die Schulräume, die Ausbildung der Lehrerinnen und übernahmen die Unterrichtspläne der städtischen Schulen.